Stulpen waren eines der charakteristischsten Accessoires der 80er. Sie kamen früh in Mode und wurden bis in die frühen 90er getragen. Das Material aus dem die Stulpen bestanden, war überwiegend Baumwolle, doch so manches Mädel freute sich auch riesig, wenn sie -Dank Omas Strickkünsten, ein Paar aus Schafswolle umsonst bekam. Stulpen wurden in der Hauptsache über die Waden “gestülpt“, allerdings seltener um sie zu wärmen, wie oft behauptet wird, sondern lediglich aus rein optischen Gründen. Einige Frauen – Männer trugen keine Stulpen, schmückten auch ihre Handgelenke mit Stulpen oder zogen sie auch etwas höher, über die Unterarme.
Ob Schwarz-Weiß geringelt, Neongelb, knall Pink oder schlicht Schwarz, die gesamte Farbpalette der 80er spiegelte sich auch in den beliebten Wadenüberziehern wieder. Ursprünglich entstammen die Stulpen, englisch auch “leg warmers” genannt, dem Tanzsport bzw. dem Ballett, wo sie nach dem Aufwärmen ein Auskühlen der Muskeln verhindern sollten. Allerdings ist nach wie vor fraglich, ob sie wirklich diesen Effekt erzielen konnten.
Zusätzliche Popularität, bei den vorwiegend jüngeren Mädchen und Frauen, verliehen den Stulpen die in den 80ern erfolgreichen Tanzfilme. So konnte man Stulpen etwa an den Beinen der Flashdance Hauptdarstellerin Jennifer Beals bewundern.
Mal mehr mal weniger passend, kombinierte man Stulpen in der Regel mit Jeans, Leggins oder Strumpfhosen. Für viele Frauen waren sie auch bei der Trendsportart Aerobic schlichtweg ein unverzichtbares Accessoire. Aus der Alltagsmode verschwanden die Stulpen gegen Ende des Jahrzehnts langsam. An den Beinen von Balletttänzerinnen sieht man sie je doch nach wie vor.